Training 7 Min. Lesezeit • 01. Oktober 2026

Dart Training Übungen: Ein Trainingsplan für zuhause

Dart Training Übungen mit messbarem Ergebnis: Around the Clock, Scoring mit 99 Darts, Bob's 27, eine Beispielwoche und wie du Fortschritt festhältst.

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Die kurze Antwort

Eine gute Trainingseinheit beim Dart hat vier Blöcke: Einwerfen, Technik, Scoring und Doppel. Jeder Block endet mit einer Zahl, die du aufschreibst. 45 bis 60 Minuten reichen dafür, drei bis vier Einheiten pro Woche sind für die meisten Hobbyspieler ein realistischer Rahmen.

Die Übungen in diesem Artikel sind bewusst einfach. Ihr Wert liegt nicht in der Übung selbst, sondern darin, dass du sie über Wochen gleich wiederholst. Erst dann siehst du, ob sich etwas verbessert.

Warum Übungen mit Zahl besser sind als freies Werfen

Die meisten Spieler trainieren, indem sie 501 gegen sich selbst spielen oder einfach auf die 20 werfen, bis die Lust nachlässt. Das ist besser als nichts, hat aber einen Haken: Am Ende weißt du nicht, ob die Einheit gut war. Ein Leg, das mit 18 Darts aufgeht, und eines mit 27 Darts fühlen sich unterschiedlich an, sagen über deine Entwicklung aber wenig.

Eine Übung mit fester Regel und fester Darts Zahl liefert dagegen jedes Mal einen vergleichbaren Wert. Steht nach vier Wochen bei derselben Übung eine höhere Zahl auf dem Zettel, hast du dich verbessert, egal wie sich der Abend angefühlt hat. Diese Vergleichbarkeit ist der ganze Trick.

Block 1: Einwerfen mit Around the Clock

Zum Einwerfen eignet sich Around the Clock. Du wirfst die Zahlen 1 bis 20 der Reihe nach und zum Schluss das Bull. Erst wenn ein Feld getroffen ist, geht es zum nächsten. Gezählt wird, wie viele Darts du für die ganze Runde brauchst.

Die Übung bringt dich an jede Stelle des Boards und wärmt den Arm auf, ohne dass du dich gleich auf ein einziges Feld versteifst. Plane zehn Minuten ein. Wird die Runde zu leicht, gelten nur noch Doppel oder nur noch Triple.

Block 2: Technik mit genau einem Schwerpunkt

Im Technikblock arbeitest du an einer einzigen Sache. Wer an Ellbogen, Griff und Rhythmus gleichzeitig feilt, kann hinterher nicht sagen, was gewirkt hat. Wähle einen Schwerpunkt für die ganze Woche und bleib dabei.

Bewährt haben sich 30 Würfe auf ein einzelnes Feld mit voller Aufmerksamkeit auf den Schwerpunkt. Das Trefferbild ist hier zweitrangig. Was zählt, ist, ob die Bewegung gleich bleibt. Passende Ansätze findest du in den Artikeln zum Ellbogenwinkel beim Dart, zum Follow Through und zum richtigen Zielen.

Ob die Bewegung tatsächlich gleich bleibt, kannst du selbst kaum beurteilen. Genau dafür ist eine Kamera am Rand des Boards nützlich. Eine Wurfanalyse zeigt dir nach 30 Würfen, wie stark dein Schwerpunkt geschwankt hat, und beim nächsten Mal, ob die Schwankung kleiner geworden ist.

Block 3: Scoring mit 99 Darts auf ein Feld

Für das Scoring wirfst du 33 Aufnahmen, also 99 Darts, auf die Triple 20 und schreibst die Punkte jeder Aufnahme auf. Die Summe geteilt durch 33 ist dein Average für diese Übung. Das ist eine Zahl, die du Woche für Woche vergleichen kannst.

Landen deine Darts regelmäßig in der 1 und der 5, probiere denselben Block auf die Triple 19. Warum das bei größerer Streuung mehr Punkte bringen kann, erklärt der Artikel zum richtigen Zielen beim Dart. Wichtig ist nur, dass du dich für ein Feld entscheidest und es über mehrere Wochen beibehältst, sonst sind die Werte nicht vergleichbar.

Block 4: Doppel mit Bob's 27

Die bekannteste Übung für Doppel geht auf den früheren Weltmeister Bob Anderson zurück. Bei Bob's 27 startest du mit 27 Punkten und wirfst je drei Darts auf die Doppel 1 bis 20 und zum Schluss auf das Bull.

  • Jeder Treffer bringt den Wert des Doppels. Ein Treffer auf die Doppel 1 bringt also 2 Punkte, auf die Doppel 20 40 Punkte.
  • Triffst du mit keinem der drei Darts, wird der Wert des Doppels abgezogen.
  • Fällt dein Punktestand auf null oder darunter, ist die Runde vorbei.
  • Das Maximum liegt bei 1437 Punkten, wenn jeder Dart sein Doppel trifft.

Der Reiz der Übung liegt im Druck, der von selbst entsteht. Die ersten Doppel sind wenig wert, ein Fehlstart kann die Runde trotzdem früh beenden. Notiere dein Ergebnis oder, falls die Runde vorzeitig endet, bis zu welchem Doppel du gekommen bist.

Druck ins Training holen

Im Training fehlt fast immer, was im Spiel den Unterschied macht: ein Wurf, der zählt. Zwei einfache Regeln holen etwas davon zurück.

  • Der erste Dart zählt. Bei einer Übung wertest du nur den ersten Dart jeder Aufnahme. Er kommt ohne Korrektur aus den vorherigen Würfen aus und ist damit der ehrlichste Test deines Ablaufs.
  • Gegen den eigenen Rekord. Schreib dir den besten Wert jeder Übung auf und versuche ihn in jeder Einheit zu schlagen. Ein Ziel, das nur knapp erreichbar ist, erzeugt mehr Anspannung als jede Wiederholung ohne Ziel.

Ein Beispiel für eine Trainingswoche

Ein Wochenplan muss nicht kompliziert sein. Für jemanden, der drei bis vier Mal pro Woche spielen kann, könnte er so aussehen:

  • Einheit 1: Einwerfen, langer Technikblock mit dem Schwerpunkt der Woche, kurzes Scoring.
  • Einheit 2: Einwerfen, Scoring mit 99 Darts, Bob's 27.
  • Einheit 3: alle vier Blöcke in der normalen Länge.
  • Einheit 4: freies Spiel, 501 oder ein Abend im Verein, ohne Zettel.

Den Schwerpunkt im Technikblock wechselst du erst, wenn sich der Wert über zwei bis drei Wochen stabilisiert hat. Wer zu früh wechselt, sieht nie, ob die Arbeit an einer Sache etwas gebracht hat.

Fortschritt festhalten

Ein Notizbuch reicht für die Ergebnisse: Datum, Übung, Wert. Nach vier Wochen siehst du Trends, die dir im Kopf entgangen wären. Achte darauf, dass die Bedingungen ähnlich bleiben, also gleiche Tageszeit, gleiche Darts und vorher eingeworfen. Wie du Einheiten sinnvoll miteinander vergleichst, steht im Artikel Sessions vergleichen.

Die Trefferzahlen sagen dir, ob es besser wird. Warum es besser oder schlechter wird, zeigen sie nicht. Dafür brauchst du die Bewegung selbst, und die misst mydart: Die App erfasst jeden Wurf über die Kamera, zeigt die Streuung deiner Bewegung und legt Sessions nebeneinander. Die Punkte vom Board zählst du weiter selbst. Wie beides in einer Einheit zusammenkommt, zeigt die Seite zum Dart Training mit mydart.

Typische Fehler im Dart Training

  • Zu lange Einheiten. Mit nachlassender Konzentration wird die Bewegung unruhiger, und du übst eher die Ermüdung als die Technik. Lieber zwei kurze Einheiten als eine lange.
  • Jeden Tag eine neue Übung. Ohne Wiederholung gibt es keinen Vergleich. Bleib mindestens vier Wochen bei denselben Übungen.
  • Nur 501 spielen. Ein Leg mischt Scoring, Checkout und Zufall. Für gezielte Verbesserung brauchst du Übungen, die eine Sache isolieren.
  • Ohne Einwerfen loslegen. Die ersten Würfe eines kalten Arms sind nicht repräsentativ. Wer direkt mit der Scoring Übung beginnt, verfälscht seine eigenen Werte.

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